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Video: 3 Fragen an... Prof. Dr. Jan Apelqvist auf der EWMA 2019 Konferenz

Expertenmeinung

Beim diesjährigen Kongress der European Wound Management Association

(EWMA) in Göteborg hatten wir die Gelegenheit mit Jan Apelqvist, PhD, MD,

Editorial Board Member der „International Working Group on the Diabetic Foot (IWGDF)” ein Kurzinterview zur Entwicklung der EWMA, den IWGDF Leitlinien und der Behandlung von Diabetes zu führen.

Wie hat sich die EWMA Konferenz im Laufe der Jahre entwickelt? 

Seiner Meinung nach war die EWMA Konferenz in den Ursprüngen eher ein kleiner,spezialisierter Kongress für Personen, die sich voll und ganz der Behandlung von Wunden verschrieben haben. Im Laufe der Zeit habe sich die EWMA Konferenz zu einem internationalen Meeting gewandelt, das alle Professionen, die sich in irgendeiner Form mit Wundbehandlung beschäftigen, anspricht. Auch sei die Industrie, die laufend Produkte und Technologien neu oder weiterentwickelt inzwischen zahlreich vertreten.
Positiver Nebeneffekt dieser Entwicklung der EWMA sei, dass sich die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Bereichen rege austauschen. Es gäbe inzwischen viele Fürsprecher, die sich dafür einsetzen die  Gesundheitssysteme in den Ländern und dadurch auch die Vorbeugung von Wunden und die Versorgung von Patienten stetig zu verbessern.


Welches Ziel verfolgten Sie mit der Erstellung der IWGDF Leitlinien zur
Prävention und Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms?

Nach Meinung von Prof. Apelqvist ist die Wahrscheinlichkeit einer Amputation noch immer hoch. Auch bestünden noch große Wissenslücken in Bezug auf Prävention und die verschiedenen, auf den jeweiligen Patienten abgestimmten Therapieoptionen beim Diabetischen Fußsyndrom. Diese Wissenslücken zu schließen und ein unabhängiges Dokument zur Verfügung zu stellen, das den aktuellen Wissensstand widergibt, war das Ziel der Leitlinien.


Die optimale Behandlung von Diabetes – Was wäre Ihre Botschaft in einem
Satz?

„Eine ganzheitliche Betrachtung der Situation“. Wie Apelqvist ausführt, gibt es nicht die eine richtige Wundauflage oder die eine richtige Technologie, man müsse immer den ganzen Zustand des Patienten betrachten. Komorbiditäten, seine Extremitäten, seine Wunde müssten beurteilt und daraus die richtige Behandlungsstrategie entwickelt werden. Nur dann könne man erfolgreich sein.