Die Versorgung dieser Patienten ist unzureichend, da es oft Jahre dauert, bis eine Diagnose gestellt wird. Nur ein kleiner Prozentsatz der Versicherten hat Zugang zu spezialisierten Wundversorgern, was zu späten Klinikbesuchen und hohen Kosten führt. Eine nationale Wundstrategie ist notwendig, um die Versorgung zu verbessern. Lt. BVMed (Bundesverband Medizintechnologie e.V.) stehen dabei die folgenden Punkte im Vordergrund:
- Leitbild Wundversorgung: Entwicklung nationaler Standards, Förderung regionaler Netzwerke und rechtssicherer Vorschriften.
- Interprofessionelle Ansätze: Definierte Prozesse, spezialisierte Modelle und leistungsgerechte Vergütung.
- Digitalisierung: Standardisierte Dokumentation und Kommunikationsportale.
- Einbindung aller Fachkräfte: Qualifikation statt Institution als Kriterium.
- Zugang zu Wundprodukten: Bedarfsgerechte Versorgung und gesonderte Budgets.
- Evidenz: Real-Life-Daten und patientenrelevante Endpunkte.
- Wundregister: Basis für Forschung und Qualitätsverbesserung.
- Qualitätskontrolle: Einführung eines nationalen Managementsystems.
- Digitale Versorgung: KI-Tools und telemedizinische Angebote stärken.
- Forschung/Innovation: Förderung neuer Behandlungsansätze.
- Prävention: Nationale Screenings und Präventionsprogramme.
- Adhärenz: Patientenschulungen und Selbstmanagement fördern.
Ausführliche Informationen zu den 12 Punkten mit konkreten Lösungsansätzen gibt es im BVMed-Themenportal:

