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Aktuelle Studie – Mit Debridement-Pad aktiv gegen Wundbeläge

Debridement


Heilungsfortschritte sind bei chronischen Wunden oft schwer zu erzielen. Moderne Therapiemethoden, wie die aktive Reinigung der Wunde mittels Debridements können Abhilfe schaffen. Eine neue Studie, die auf dem diesjährigen Deutschen Wundkongress (DeWu) in Bremen vorgestellt wurde, bestätigt nun: Bereits nach einmaliger Anwendung kann ein Debridement mit Monofilamentfaser-Pad die Wundheilung sichtbar verbessern.

 

Das Debridement ist zur Reinigung von chronischen Wunden unerlässlich und kann auf verschiedene Arten erfolgen. Eine Methode ist das mechanische Debridement, z.B. mit Monofilamentfaser-Pads, die schnell und effektiv sogar Biofilm entfernen können. Diese Pads wurden in einer neuen Studie von Claas Roes, Leanne Calladine und Clare Morris mit dem Ziel untersucht, die klinischen Ergebnisse und die Zufriedenheit der Anwender und Patienten nach ein oder zwei Anwendungen zu erfassen. Die Studie wurde auf dem DEWU 2019 in Bremen vorgestellt mit dem Fazit: Ein solches mechanisches Debridement trägt effizient dazu bei, die Wundsituation zu verbessern. 


In die Untersuchungen eingeschlossen wurden Patienten mit chronischen Wunden verschiedener Ursachen. Venöse Ulzera stellten mit 63 Prozent den größten Anteil dar, doch auch Dekubiti, diabetische Ulzera, andere Wunden und dehiszierte Operationswunden wurden untersucht. Dabei zeigten alle diese Wunden sichtbares Wundexsudat. Neben einer Behandlung nach lokalen Standards wurde das Debridement in der Studie mit Monofilamentfaser-Pads durchgeführt. Die die Resultate von den 1.180 teilnehmenden Ärzten wurden in einem elektronischen Fragebogen festgehalten. Dabei wurden Fragen zu klinischen Ergebnissen und der Zufriedenheit von Fachpersonal und Patient erfasst. 


Die Ergebnisse verdeutlichen die positive Resonanz beider beteiligten Gruppen. Nach einer Anwendung des Debridement-Pads zeigten 69 Prozent der Operationswunden und sogar 83 Prozent der anderen Wunden eine sichtbare Verbesserung der Wundbeschaffenheit. In verschiedenen Punkten, wie der Epithelisierung, dem klinischen Bild oder der Wundumgebung wurden durch das Debridement positive Heilungsergebnisse erzielt. Nach zwei Anwendungen konnten noch höhere Werte ermittelt werden, die von Verbesserungen bei 91 Prozent der venösen Ulzera, über 93 Prozent der diabetischen Ulzera, bis hin zu 95 Prozent der dehiszierten Operationswunden reichten. Durch das Debridement mit Monofilamentfaser-Pad konnte somit bei allen Wundarten eine sichtbare Verbesserung der Wundbeschaffenheit erreicht werden. Zusätzlich ergaben die Fragebögen, dass mit 80 Prozent ein Großteil der Anwender und Patienten mit der Behandlung und ihren Ergebnissen zufrieden war. Die Methode ist einfach anzuwenden und schmerzarm. Gerade für Patienten die Schmerzen beim Verbandwechsel erwarten ist dies eine Erleichterung der Therapie. 


Durch die Studie konnte so bestätigt werden, dass die aktive Reinigung mittels Debridement-Pad effizient die Heilung chronischer Wunden unterstützt. Sowohl Patienten als auch Fachpersonal waren dabei gleichermaßen von der positiven Wirkung überzeugt.

 

Quelle: Poster-Präsentation auf dem Deutschen Wundkongress (DeWu) 2019 in Bremen